Schoorl und Umgebung

Schoorl ist ein kleines Touristendorf und gehört zur Gemeinde Bergen mit etwa 6200 Einwohnern.

Bis zum 1. Januar 2001 war Schoorl eine eigenständige Gemeinde mit den Dörfern Aagtdorp, Schoorl, Schoorldam, Bregtdorp, Catrijp, Buitenduin, Hargen und Camperduin. Das Dorf Groet war eine eigenständige Gemeinde neben Schoorl und liegt zwischen den Dörfern / Weilern von Schoorl. Die Schoorler Fahne zeigt neben dem Weilerwappen die 8 Enten.

Geschichte

Schoorl tritt im zehnten Jahrhundert als Scoronlo, 1094 als Scorla, 1390 als Scorle und 1639 als Schoorel auf. Der Ortsname würde sich auf einen Wald (a lo) auf einem hohen sandigen Boden an oder in der Nähe eines sumpfigen Uferlandes beziehen. Letzteres leitet sich vom germanischen Wort skaurna ab. Im Englischen leitet sich auch das Wort Shore davon ab.

In den Dünen von Schoorl, an der Grenze zu Bregtdorp, befand sich das Internierungslager Schoorl, das 1939 als Armeelager eingerichtet worden war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es von den deutschen Besatzern als Internierungs- und Konzentrationslager genutzt. Ende 1941 wurde es geschlossen. Von den 649 Juden, die in ein anderes Konzentrationslager transportiert wurden, überlebten nur zwei. Ein einfaches Mahnmal erinnert an die Opfer.

Das Dünendorf Schoorl ist seit Ende des 19. Jahrhunderts als Feriendorf bekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in vielen Hinterhöfen Häuser gebaut, die im Sommer vermietet werden konnten, und heute gibt es mehrere Ferienparks und Hotels. In Schoorl stehen Bauern- und Arbeiterhäuser aus dem 19. Jahrhundert sowie schöne Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert unter Denkmalschutz. Die Villa Spannenburg von 1908 ist ein seltenes Beispiel der Jugendstilarchitektur, von der sowohl das Äußere als auch das Innere erhalten geblieben sind.

Erdkunde

Südlich von Camperduin, an der Küste, liegt Hargen aan Zee, der Badeort Hargen. Diese besteht aus einem Strandzugang mit Parkplatz, dem Hauptposten der Rettungskräfte und einem Strandzelt am Strand. Der nächste Strandzugang ist der von Schoorl aan Zee mit einem Posten der Rettungsbrigade. Von Schoorl aus ist das Meer nur mit dem Fahrrad und zu Fuß erreichbar.

Zwischen Schoorl und Schoorl aan Zee liegt der Dünenwald der Boswachterij Schoorl, von der Schoorl auch am bekanntesten ist. Der bekannteste Teil der Schoorler Dünen, mit einer Fläche von 1800 ha die höchsten Dünen der Niederlande, ist der 51 Meter hohe Klimduin, der direkt ins Dorf mündet. Diese Düne wird von vielen Touristen bestiegen und an der steilen Seite in der Nähe des Dorfes wieder abgestiegen. Eine uralte Tradition in Schoorl ist der „Mädchenmarkt“ am Pfingstmontag, ein Dorffest auf dem Klimduin.

Seit 2008 wird auf dem Klimduin auch der KlimduinRun organisiert. Ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, den Klimduin so schnell wie möglich zu überwinden, während man 110 Meter bergauf läuft.

Das Naturschutzgebiet De Kerf liegt in den Dünen zwischen Bergen aan Zee und Schoorl, in der Nähe von Schoorl aan Zee. Das Naturschutzgebiet ist dafür bekannt, dass 1997 in der ersten Dünenreihe eine Öffnung gegraben wurde, damit das Meerwasser das dahinter liegende Dünental erreichen kann und im Brackwasser neue Vegetation entsteht.

Quelle: Wikipedia (Text an einigen Stellen bearbeitet).